Herzlich willkommen im Projekt:
"Schule statt Feldarbeit (SsF)"
Kinderpatenschaften finanzieren die Entwicklung eines Kindes, geben Chancen, helfen nachhaltig und setzen dort an, wo ohne Kinderpatenschaften keine Hilfe und Entwicklung möglich wäre
Geschichte und Projekt:
Die DHST vermittelt seit 1995 Patenschaften. Durch diese Form der Direkthilfe ist es möglich vielen Kindern zu helfen und neue Zukunftsperspektiven zu öffnen, die normalerweise keine Chance hätten den Kreislauf der Armut und des Elends zu verlassen.
In Mexiko organisiert die Deutsche Humanitäre Stiftung seit November 2002 das Patenschaftsprojekt "Schule statt Feldarbeit".
Unser Projektort heißt Tonatico und liegt ca. 150 km südwestlich von Mexiko City. 150 Km hört sich zwar nicht so weit an, können aber schon mal 4 Stunden Busfahrt bedeuten, oder wenn man zur ungünstigen Zeit ankommt, bis zu 18 Stunden Dauer beinhalten.
Tonatico ist ländlich geprägt mit ca. 10.000 Einwohnern. Kleinere Orte sind um Tonatico verteilt. In der Stadt gibt es noch Steinhäuser, die meistens 1 stöckig sind und aus einem oder auch mal bis 3 Zimmern bestehen. Es sind aber weitgehend keine Häuser wie in Europa. Bei starkem Regen, regnet es rein und nicht jedes Haus hat eine Betonplatte. Man kommt ins Haus und da ist normaler Sand. Manches Dach besteht aus einem Blech, ohne Ziegel oder sonstigen Dingen.
Am Rande von Tonatico und außerhalb wird das Leben noch einfacher. Bambushütten, die 3 x 3 Meter groß sind, sind der einzige Raum zum Wohnen. Die Tür ist ein Vorhang. Wenn es regnet regnet es durch das Bambus und wenn es windig ist, zieht es durch das Bambus.
Das Essen ist für viele Menschen einfach und wenig abwechslungsreich. Es gibt Mais als Brot, als Suppe, als Teigware. Dazu gibt es viel Zucker. Das Resultat ist einfach. Einseitige Ernährung. Bereits in jungen Jahren kommen Probleme wie Übergewicht trotz Mangelernährung und Zuckerkrankheiten. In der Regel werden dadurch zuerst die Augen, danach die Nieren und weitere Organe angegriffen. Insulin ist so schwer zu bekommen, wie Fleisch oder Fisch und bleibt für viele Menschen unerreichbar.
Viele Familien haben 3 bis 10 Kinder. Verhütungsmittel gibt es nicht und die werden auch von der Kirche abgelehnt. Viele Menschen können nicht lesen und schreiben und haben Angst vor Veränderungen, oder neuen Wegen zu folgen. Alter indianischer Glaube, vermischt sich mit christlichen Vorgaben. Das Land ist katholisch, aber ein Zeichen des Sonnengotts, neben Kreuz, ist keine Seltenheit.
Für Bildung und eine Veränderung, muß man zuerst einmal ein Bewußtsein schaffen. Die Eltern konnten nicht Lesen und Schreiben, Computer und Fremdsprachen kennt man vom Fernsehen und warum soll man selbst nicht auch mit 16 heiraten oder wie der Papa auf dem Feld arbeiten.
Die Feldarbeit ernährt ihre "Frau" oder ihren "Mann" kaum. Das Geld reicht zum Essen nicht ganz. An Kleidung, Möbel oder einen Schulbesuch ist erst gar nicht zu denken. Auch ist man als Feldarbeiter in der Regel Tagelöhner. Es gibt auch Tage und Wochen, da gibt es dann keine Arbeit und kein Lohn. Wer Arbeit hat, lebt mit 200 Euro. An den 200 Euro hängen dann im Schnitt noch 4-5 Kinder und eine Frau.
So gehen die Kinder mit aufs Feld. Der 11 jährige Antonio steht um 4 Uhr auf und sammelt Nüsse auf dem Feld. Abends ist er müde und an Schule ist nicht zu denken. Seine Kleider sind zerlumpt, das Hemd hat Löcher, die Hosen stehen vor Schmutz und sind auch "angelöchert". Die Schule kostet Geld und es muß eine Uniform her. Ohne Schuluniform darf man nicht zur Schule. Aber die Bücher kann man auch nicht bezahlen und Kugelschreiber, Füller und Hefte, sind auch nicht umsonst. Also bleiben Antonio und seine 5 Geschwistser zuhause. Medizinische Betreuung gibt es nur teilweise beim Sozialamt. Ab einem gewissen Grad muß man was dazuzahlen oder selbst Geld bringen, aber das geht nicht. Also lässt man den Arzt erst gleich sein. Behinderungen und chronische Krankheiten sind an der Tagesordnung. Der Kreislauf schließt sich für die nächste Generation.
Viele Mütter sind auch alleinerziehend. Die Väter sind weg in die USA, haben dort eine neue Frau gefunden und die Familie verlassen.
Aus diesem Grund hat die DHST in Tonatico das Projekt "Schule statt Feldarbeit" eingerichtet. Das Projekt wurde zusammen mit den Eltern, Kindern, Lehrern, dem Sozialamt, der Stadtverwaltung entwickelt.
Kinder gehen anstatt zur Feldarbeit zur Schule. Durch die Patenschaft erhält die Familie Lebensmittel und Hygienematerialien, in Notfällen weitere Hilfen. Dafür gehen die Kinder zur Schule und der Schulbesuch wie die Noten werden kontrolliert. Die Kinder erhalte durch die Patenschaften die nötige Schulkleidung, wie Schulmaterialien. Das DIF (Sozialamt) lässt Kinder aus dem Projekt kostenfrei mitbehandeln bei verschiedenen Ärzten. Die Frau vom ehemaligen Bürgermeister, Frau Rocio Hernandez, hat vor Ort die Schirmherrschaft übernommen.
Sie können durch eine Kinderpatenschaft mithelfen:
- die Lebenssituation eines Kindes zu stabilisieren,
- die Beratung für die Kinder und ihr Umfeld zu ermöglichen,
- einen vernünftigen Schulbesuch ermöglichen,
- größere Kinder können am freiwilligen Englisch- und Computerunterricht teilnehmen,
- die Teilnahme an gezielten Fördermaßnahmen zu finanzieren.
Werden Sie jetzt DHST-Kinderpatin/Pate.
Link zur Seite der Kinder, die dringend eine Patin, einen Paten suchen.
Im Projekt fühlt man sich zuhause.
Schule statt Feldarbeit, das ist ja auch eine Alternative
Der Clown gehört zu jeder guten Kinderfeier. DHST- Sozialarbeiterin Chrissi ist natürlich auch dabei. |
Dr. Ani vom DHST-Projekt Bulgarien kommt regelmäßig nach Mexiko und hilft im Projekt mit. |
Mein Pate schickt was aus dem SpendenShop Da kommt Freude auf. So Geschenke hatten wir vorher nie. |
Verteilung gegen Unterschrift. Auch das gehört zu einer transparenten Projektarbeit |
Im Projekt So ist das Leben hier |
Im Projekt Ein Projekt vermittelt Hoffnung und Zuversicht |
Ein Pate im Projekt Beim ersten und zweiten Besuch war man noch Pate, seit rund 3 Jahren engagiertes Mitglied im Helferkreis |
Patenschaften sind Hilfe. Ohne die Patenschaften, die sehr individuell mit der Gemeinschaft vor Ort organisiert sind, wäre das Projekt nicht finanzierbar |
Zur Vermittlung der Patenkinder, bitte hier klicken